Der Sozialzweig

 Innerhalb der Fachrichtung Sozialwesen ist das Fach Pädagogik und Psychologie – neben den allgemeinbildenden Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik – ein Hauptfach, das am Ende der 12. und 13. Klasse mit einer Abschlussprüfung endet. Das Fach Pädagogik/Psychologie wurde an bayerischen Fachoberschulen bisher ausschließlich in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen unterrichtet, soll künftig aber auch anderen Profilbereichen durch Wahlpflichtfächer zugänglich gemacht werden.

Der einfachste Mensch ist immer noch ein sehr kompliziertes Wesen. Marie von Ebner-Eschenbach

Pädagogik/Psychologie

Wie der Name bereits vermuten lässt, werden im Fach Pädagogik/Psychologie sowohl psychologische als auch pädagogische Unterrichtsinhalte vermittelt, wobei die strikte Trennung beider Disziplinen nicht möglich ist und aufgrund dessen auch im Unterricht nicht so vollzogen wird. Dennoch können beide Fachbereiche charakterisiert werden:

Innerhalb der Psychologie gehen wir grundsätzlich der Frage nach den Ursachen und Erscheinungsformen menschlichen Erlebens und Verhaltens nach. Warum verhalten sich Menschen also so, wie sie es tun, und wie kann ihre innerpsychische Welt erklärt werden? Zu diesem Zweck lernen die Schüler verschiedene psychologische Denkrichtungen kennen, etwa die Psychoanalyse, Lerntheorien oder kognitive Theorien und werden befähigt, diese Modelle auf ihr privates wie berufliches Leben anzuwenden.

Das Fach Pädagogik setzt sich sowohl mit dem praktischen Erziehungsgeschehen als auch mit der wissenschaftlichen Reflexion dieser Erziehungspraxis auseinander. Auch hier sind es letztlich Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Modelle, die helfen sollen, erzieherisches Handeln zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Wichtige inhaltliche Säulen des Pädagogikunterrichts, sofern eine Trennung zur Psychologie überhaupt möglich ist, sind etwa die Erziehungsstilforschung oder die Vorstellung sozialpädagogischer Handlungsfelder.

Letztlich soll das Fach Pädagogik/Psychologie neben der Vermittlung grundlegender Fachkenntnisse den Schülern aber auch die Möglichkeit bieten, sich selbst und das eigene Handeln und Denken kennen und verstehen zu lernen. Daher ist die Reflexion von Unterrichtsinhalten als Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung ein unabdingbares Anliegen dieses Kernfaches. Insbesondere ein ganzheitlicher und handlungsorientierter Unterricht ist aus unserer Sicht geeignet, dieses Ziel zu erreichen. Die Erfahrungen aus den Praktika in der 11. Klasse sind unverzichtbar für den Unterricht in Pädagogik/Psychologie und helfen, theoretische wissenschaftliche Erkenntnisse versteh- und erlebbar zu machen.

Weitere Informationen zu den Unterrichtsinhalten des Faches PP finden Sie unter folgendem Link: http://www.lehrplanplus.bayern.de/schulart/fos/inhalt/…

Lerninhalte des Faches Pädagogik / Psychologie lauten unter anderem:

  • Merkmale von Wissenschafts- und Alltagstheorie
  • Merkmale von Emotion, Motivation und Kognition
  • Lerntheorien: Klassisches und Operantes Konditionieren, das Modelllernen
  • Merkmale von Erziehung
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Das Praktikum

Die fachpraktische Ausbildung (fpA) ist ein wichtiger Bestandteil der 11 Jahrgangsstufe und umfasst die Hälfte des Schuljahres. Sie erfolgt im wöchentlichen Wechsel mit dem allgemeinen und fachtheoretischen Unterricht. Sie soll den Schülern als Informations- und Orientierungsmöglichkeit dienen und einen ersten praktischen Einblick in die Berufswelt ermöglichen. In den Praktikumswochen arbeiten die Schüler in der Regel 36 Stunden. Zum Halbjahr erfolgt ein Wechsel der Stelle, so können die Schüler in einer anderen Einrichtung weitere Erfahrungen sammeln.

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung finden außerdem regelmäßig Exkursionen und außerschulische Unternehmungen statt.

Das Praktikum an der FOS Sonthofen kann in folgenden Bereichen gehalten werden:

Erziehung und Sozialpädagogik

Gesundheit und Pflege

Heilpädagogik

Sollten Sie das Praktikum in einer Einrichtung absolvieren wollen, die nicht aufgelistet ist, stellt dies in der Regel kein Problem dar. Klären Sie in der zukünftigen Praktikumsstelle ab, ob eine Wochenarbeitszeit von mindestens 36 Stunden möglich ist und eine Anleitung gewährleistet ist. Wenden Sie sich ggf. an den Fachbereich Sozialwesen, um abzusichern, dass das Leisten des Praktikums in der gewünschten Einrichtung möglich ist.

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berufliche Perspektiven

Grundsätzlich stehen den Schülern mit einem Fachabitur (nach der 12. Klasse) oder dem fachgebundenen oder allgemeinen Abitur (nach der 13. Klasse) in der Fachrichtung Sozialwesen viele Möglichkeiten offen, beispielsweise:

  • ein Studium an einer Fachhochschule (z.B. Soziale Arbeit, Betriebswirtschaftslehre, Pflege- und Gesundheitswissenschaften u.a.)
  • ein fachgebundenes Studium an einer Universität (Pädagogik, Lehramt)
  • ein Studium an einer Universität nach der FOS 13 und einem Nachweis über eine zweite Fremdsprache (Medizin, Jura u.a.)
  • jede Berufsausbildung im dualen System
  • eine schulische Ausbildung (z.B. zum/zur Erzieher/in, Ergotherapeut/in, Heilerziehungspfleger/in, Logopäde/Logopädin u.a.)
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betreuende Lehrkräfte

Peter Soutschka

Peter
Soutschka

StR

Katrin Sprinkart

StRin

Ab Februar 2020

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Schülerstimmen

Durch die beiden Praktika weiß ich nun genau in welche Richtung ich gehen möchte und in welche nicht. Außerdem hat man die Berufswelt kennengelernt, d.h. lange Arbeitszeiten, viele verschiedene Aufgaben und auch mal etwas zu machen was einem nicht gefällt. In Pädagogik/Psychologie lernt man viel über den Menschen, die Vorgänge im Menschen und kann viele Dinge besser verstehen.

Lena Pagalies

11 SozC (2016/17)

Ich bin zufrieden damit, dass ich mich für den sozialen Zweig entschieden habe. Pädagogik und Psychologie ist wirklich ein interessantes Fach. Vieles lässt sich an seinen eigenen Erfahrungen wiederspiegeln, das macht es einem leichter die Theorie zu verstehen.

Nathalie Nolte

11 SozC (2016/17)

Das Fach Pädagogik/Psychologie ist sehr interessant, da man viele Theorien und Erkenntnisse auf sein Alltagsleben übertragen kann. Man kann besser verstehen was in Menschen vorgeht. Das Praktikum ist auf jeden Fall sinnvoll, weil man selbst Erfahrungen sammeln kann. Man erfährt Stärken und Schwächen und kann sich auch einmal selbst ausprobieren. Durch die Erfahrungen ist man auch in seiner Persönlichkeit gestärkt worden und reifer geworden.

Anna Berktold

11 SozC (2016/17)

Der Französischunterricht an der FOS ist echt klasse und macht Spaß. Die Gruppe ist überschaubar und somit kann der Stoff auch mal passend für den Einzelnen geübt werden, was besonders für Neulinge angenehm ist. Auch für Fortgeschrittene eignet sich der Kurs, um die Note zu verbessern oder einfach um die Sprache nicht zu verlernen.

Madeleine Schmid

13 WS (2017/18)

An der FOS hat mir besonders der positive und familiäre Umgang gefallen.

Während meiner Zeit an der FOS konnte ich an meinen Aufgaben wachsen lernen mehr Verantwortung zu übernehmen.

FOS fetzt!

Ein gutes Klima, nette Lehrer und ein bunter Mix an Schülern machen die FOS Sonthofen zu einem Ort des Lernens, an dem man sich wohl fühlt.

Durch die FOS konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und meinem Berufswunsch näher kommen.

Leonie Lang

ehemalige Schülerin | Abschluss 2017

Man wird nicht nur namentlich begrüßt, sondern mit dem Besuch der FOS-Sonthofen begibt man sich in ein familiäres Umfeld. Man lernt nicht nur Schulstoff, sondern wächst für sich als Mensch und lernt fürs Leben. Mich selbst hat die FOS dazu inspiriert Lehrerin zu werden! Ein großes Dankeschön hierfür an die Schule und eine große Empfehlung an alle da draußen, die FOS zu besuchen 🙂

Luzia Mikolajetz

ehemalige Schülerin | Abschluss 2017

Die FOS – Der erste Schritt in eine erfolgreiche Zukunft

Mittlerweile sind zwar schon einige Jahre seit meinem FOS Abschluss vergangen, doch ich kann immer noch sehr positiv auf diese Zeit zurückdenken.

Damals war ich froh, eine Schule gefunden zu haben, die einem jungen Schüler einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht und zugleich eine Ziel- und Zukunftsorientierung gibt.

Meine Vision war mir nach meinen 2 Jahren FOS und dem Fachabitur klar: Ich will in die Bank! Und ich habe nach Abschluss meiner Ausbildung bis heute meine Heimat in der HypoVereinsbank gefunden.

Heute leite ich die Filiale der HypoVereinsbank in Sonthofen und freue mich weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Praktikanten der FOS.

Christian Zengerle

Christian Zengerle

Filialleiter HypoVereinsbank Sonthofen

Ich fand Französisch schon vor den zwei Jahren eine schöne Sprache, wusste aber, dass diese nicht die einfachste auf dem Planeten ist. Allerdings hat mir Französisch auch geholfen, mein Englisch zu verbessern, da man sich viele Wörter durch Französisch herleiten kann. Dieser Unterricht ist eine wertvolle Erfahrung, die ich nur empfehlen kann.

Mark Schuster

13W (2016/17)

Natürlich waren zwei Jahre Französisch zusätzlich zum normalen Unterricht nicht ganz ohne… Bleibt man aber von Anfang an dran und findet etwas Gefallen an der tollen Sprache, so kann man das Fach beinahe genießen. Mit etwas Glück kommt man sogar in den Genuss, die französische Küche genauer kennenzulernen. Für mich war Französisch mein Lieblingsfach und ich bin froh über eine weitere Fremdsprache und ein größeres Repertoire an Gerichten und Rezepten für meine Zukunft. 🙂

Luzia Mikolajetz

13S (2016/17)

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